Lemgoer Mietspiegelrechner
Einfacher Mietspiegel · Stand Oktober 2025
1. Grundangaben und Geltungsbereich
Die Wohnfläche umfasst die eigentlichen Wohnräume; Zusatzräume wie Keller, Boden, Waschküche und Garage zählen nicht mit.
2. Wohnlage
Einfache Wohnlage
Insbesondere Industrieumfeld, starke Lärm-, Staub- oder Geruchsbelastung, ungünstige Verkehrs- und Einkaufsmöglichkeiten, kaum Grünflächen oder starker Durchgangsverkehr.
Mittlere Wohnlage
Die meisten Wohnungen im Stadtgebiet ohne besondere Vor- und Nachteile; meist dichte Bebauung ohne besondere Lärm- und Geruchsbeeinträchtigung.
Gute Wohnlage
Aufgelockerte und durchgrünte Bebauung, im Wesentlichen Anliegerverkehr, gute Einkaufs- und ÖPNV-Anbindung oder verkehrsberuhigte Zone.
Beste Wohnlage
Aufgelockerte Bebauung mit überwiegend Eigenheimen, ruhige und vollständig durchgrünte Wohngegend, Stadtwaldnähe sowie gute ÖPNV-Anbindung.
Der Mietspiegel veröffentlicht Tabellenwerte für mittlere und gute Wohnlage. Für die einfache Wohnlage nennt er einen möglichen Abschlag von ca. 15 % auf die Werte der mittleren Lage; für die beste Lage einen möglichen Zuschlag von ca. 20 % auf die Werte der guten Lage.
3. Ausstattung, Beschaffenheit und Modernisierung
Eine Modernisierung gilt nur als umfassend, wenn Heizung und/oder Sanitär sowie weitergehende Bereiche wie Fenster, Dämmung, Schallschutz, Elektrik, Fußböden oder Grundriss erheblich verbessert wurden. Der Mietspiegel nennt dafür keinen rechnerischen Zuschlag und kein Ersatzbaujahr.
Eher unterdurchschnittliche Merkmale
Eher überdurchschnittliche Merkmale
Die Merkmale dienen nur als Gedächtnisstütze für die Gesamtbewertung. Die amtliche Quelle veröffentlicht weder Einzelbeträge noch eine Zähl- oder Gewichtungsregel; Auswahlfelder verändern den Mietwert deshalb nicht automatisch.
4. Einordnung innerhalb der Mietspanne
Der Mittelwert gilt für eine Standardwohnung mit Sammelheizung, Dusche und WC. Die konkrete Position innerhalb der Spanne ist anhand von Art, Ausstattung, Beschaffenheit und den sonstigen Umständen des Einzelfalls zu bestimmen.
Ergebnis: Orientierung zur ortsüblichen Vergleichsmiete
Hinweise: Der Rechner ermittelt eine Orientierung zur monatlichen Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten. Maßgeblich sind die Baujahresgruppe, die Wohnlage und die begründete Einordnung innerhalb der veröffentlichten Spanne.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie besonders komfortable Einzimmerappartements sind die Werte nur bedingt anwendbar. Die Tabelle greift nicht in die Vertragsfreiheit ein und ersetzt keine Prüfung des konkreten Einzelfalls.
Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich ist der Lemgoer Mietspiegel, Stand Oktober 2025.
Mietspiegel Lemgo 2025: Wie wählen Sie den passenden Wert in der Spanne?
Der Mietspiegel Lemgo 2025 nennt für Baujahr und Wohnlage jeweils Unterwert, Mittelwert und Oberwert. Die konkrete Wohnung wird anhand ihrer Ausstattung, Beschaffenheit und Lage innerhalb dieser Spanne eingeordnet. Der Rechner unterstützt diese Bewertung, ohne unbezifferte Merkmale in erfundene Zuschläge umzuwandeln.
Welche Art Mietspiegel gilt in Lemgo?
Die Ausgabe mit Stand Oktober 2025 ist ein einfacher Mietspiegel ohne ausgewiesenen §-558d-Status. Sie wurde von der Alten Hansestadt Lemgo gemeinsam mit Haus & Grund Lemgo und dem Mieterbund Ostwestfalen-Lippe erstellt und soll nach zwei Jahren fortgeschrieben werden. Grundlage sind Mieten, die seit dem 1. August 2019 neu vereinbart oder in bestehenden Verträgen geändert wurden.
Erfasst sind Altbauwohnungen und frei finanzierte Neubauwohnungen im gesamten Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile. Sozialwohnungen sind ausgeschlossen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie komfortable Einzimmer-Appartements gelten die Werte nur bedingt. Ausgewiesen wird die Kaltmiete ohne Betriebskosten.
Wie ist die Tabelle gegliedert?
Neun Baujahresgruppen reichen von Wohnungen bis 1948 bis zu Baujahren ab 2019. Für jede Gruppe gibt es Werte in mittlerer und guter Wohnlage. Wohnflächenklassen oder Größenfaktoren enthält die Tabelle nicht; die Fläche dient nur dazu, den Quadratmeterwert in eine Monatsmiete umzurechnen.
Die Spannen sind keine starren Preisstufen. Sie sollen Wohnungen gleicher Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vergleichbar machen. Keller, Boden, Waschküche und Garage zählen nach der Broschüre nicht zur eigentlichen Wohnfläche.
Für Baujahr 1995 und mittlere Wohnlage beträgt die Spanne 6,74 bis 8,16 Euro pro Quadratmeter. Der veröffentlichte Mittelwert liegt bei 7,45 Euro. Bei 75 Quadratmetern sind das 558,75 Euro monatlich.
Was gilt für einfache und beste Wohnlage?
Bei einfacher Wohnlage kann ein Abschlag von etwa 15 Prozent auf die Werte der mittleren Lage erfolgen. Für beste Wohnlage nennt die Broschüre einen möglichen Zuschlag von rund 20 Prozent auf die gute Lage. Der Rechner wendet diese Faktoren auf Unterwert, Mittelwert und Oberwert an. Die Lage muss anhand der beschriebenen Merkmale zum Einzelfall passen.
Wie werden Ausstattung und Modernisierung berücksichtigt?
Fußböden, Fenster, Küche, Heizung, Sanitärbereich, Komfortmerkmale, Grundriss und Gebäudezustand bestimmen die Position innerhalb der Spanne. Einzelbeträge oder Punkte veröffentlicht Lemgo dafür nicht. Auch eine umfassende Modernisierung ersetzt das ursprüngliche Baujahr nicht automatisch. Sie verlangt neben Heizung oder Sanitärverbesserung weitergehende Maßnahmen, die im Wesentlichen Neubauwohnungsstandard schaffen.
Was sagt der ausgewählte Wert aus?
Der Mittelwert steht für eine Standardwohnung mit Sammelheizung, Dusche und WC. Abweichungen müssen durch die Gesamtqualität begründet werden; die vom Rechner angebotenen Zwischenpositionen sind reine Rechenhilfen. Ein Wert innerhalb oder außerhalb der veröffentlichten Spanne entscheidet nicht allein über die rechtliche Zulässigkeit einer Miete.
Die Informationen auf unserer Website dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine rechtliche Beratung, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Bitte beachten Sie auch, dass sich die Rechtslage durch neue Gesetze und Urteile jederzeit ändern kann.
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