Reutlinger Mietspiegelrechner
Qualifizierter Mietspiegel 2025 · gültig vom 01.02.2025 bis 31.01.2027
1. Wohnung
Anwendbar auf ganzzahlige Wohnflächen von 25 bis 160 m² und bis zum 31.07.2024 fertiggestellten Wohnraum des freien Reutlinger Wohnungsmarkts. Bei Aufstockung, Anbau oder Dachgeschossausbau zählt das Jahr dieses Gebäudeteils; Modernisierungen ändern das Baujahr nicht.
2. Art des Gebäudes und Geschosslage
Nur zutreffende Merkmale auswählen. Die Geschosslagen schließen einander aus.
Geschosslage
3. Sanitärausstattung
Es zählen ausschließlich vom Vermieter gestellte Merkmale. Die Anzahl bestimmt automatisch die Sanitärklasse: höchstens 3 Merkmale −2 %, 4–6 Merkmale ±0 %, 7–9 Merkmale +2 %, ab 10 Merkmalen +5 %.
4. Bodenbelag im überwiegenden Wohnbereich
Genau eine Kategorie auswählen; maßgeblich ist der vom Vermieter gestellte Belag.
5. Weitere Ausstattung
Nur vom Vermieter bereitgestellte oder eingebaute Merkmale ansetzen.
6. Modernisierung und energetische Maßnahmen
7. Wohngebiet
Die Zone kann manuell gewählt oder über das amtliche Anschriftenverzeichnis gesetzt werden. Nicht aufgeführte Gebäude liegen laut Mietspiegel in Industrie-, Gewerbegebieten oder im Außenbereich (Sonderzone X); dort kann keine Vergleichsmiete ausgewiesen werden.
Ergebnis: ortsübliche Vergleichsmiete (Nettokaltmiete)
Hinweise: Der Rechner ermittelt die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten nach dem Berechnungsschema des Mietspiegels der Stadt Reutlingen.
Die ausgewiesene Zweidrittel-Spanne beträgt ±21 %. Eine Abweichung vom Mittelwert ist im Einzelfall zu begründen. Für überwiegend möblierten Wohnraum und weitere in der Broschüre genannte Sonderfälle ist der Mietspiegel nicht unmittelbar anwendbar.
Alle Angaben ohne Gewähr; Quelle: Qualifizierter Mietspiegel Reutlingen 2025.
Mietspiegel Reutlingen 2025: Wie entsteht die Vergleichsmiete?
Der Mietspiegel Reutlingen 2025 verbindet eine Basismiete aus Wohnfläche und Baujahr mit Prozentpunkten für Wohnungsart, Ausstattung, Modernisierung und Wohnzone. Das Ergebnis ist eine monatliche Nettomiete ohne Betriebs- und Heizkosten. Die Ausgabe gilt vom 1. Februar 2025 bis 31. Januar 2027.
Ist der Reutlinger Mietspiegel qualifiziert?
Ja, die Fortschreibung wurde vom Gemeinderat als qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB anerkannt. Grundlage ist die 2023 neu erstellte Ausgabe, deren Daten für 2025 angepasst wurden. Erfasst sind nicht preisgebundene Mietwohnungen und vermietete Häuser, die spätestens am 31. Juli 2024 gebaut waren.
Unmittelbar anwendbar ist die Tabelle für 25 bis 160 Quadratmeter. Preisgebundener und überwiegend gewerblich genutzter Wohnraum, Wohnheime, soziale Einrichtungen oder sehr kurzfristige Vermietungen gehören nicht zum Anwendungsbereich. Für überwiegend möblierte Wohnungen, einzelne Zimmer und nicht abgeschlossenen Wohnraum liefert sie ebenfalls keinen unmittelbaren Vergleichswert.
Wie werden Basis und Zu- oder Abschläge ermittelt?
Die Basistabelle kombiniert 27 Flächenklassen mit 16 Baualtersklassen und enthält damit 432 Werte. Anschließend werden alle zutreffenden Prozentpunkte saldiert. Ein Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhaus bringt etwa +3 Prozent, Denkmalschutz +9 Prozent. Kellerlage, fehlender Balkon oder alte Bodenbeläge können den Wert senken.
Für die Sanitärausstattung zählt die Anzahl von 15 veröffentlichten Kriterien. Je nach Ergebnis reicht die Korrektur von −2 bis +5 Prozent. Eine Kernsanierung kann bei Baujahren bis 1990 +4 Prozent ergeben. Bei Gebäuden vor 1980 wirken fehlende Modernisierungen seit 2007 mit −5 Prozent. Die jeweiligen Baujahresgrenzen verhindern eine doppelte oder sachlich unpassende Bewertung.
Warum ist die genaue Adresse wichtig?
Die Anschrift ordnet die Wohnung einer von fünf Wohnzonen zu. Zone 1 bleibt neutral, die weiteren Zonen erhöhen die Basis um +6, +7, +13 oder +15 Prozent. Für Wohngebäude in der Sonderzone X – etwa in Gewerbegebieten oder im Außenbereich – weist der Mietspiegel keine Vergleichsmiete aus.
Der Rechner übernimmt eine veröffentlichte Zone nur bei einer eindeutigen Straße und Hausnummer. Eine unbekannte Adresse wird nicht einer Nachbarlage zugeschlagen. In diesem Fall muss die amtliche Einordnung gesondert geklärt werden.
Was bedeutet die Mietpreisspanne von 21 Prozent?
Sie bezeichnet eine Zweidrittelspanne von −21 bis +21 Prozent um den berechneten Mittelwert. Im amtlichen Beispiel führen 8,41 Euro Basismiete und +9 Prozent zunächst zu einem auf 0,76 Euro gerundeten Zuschlag. Das ergibt 9,17 Euro je Quadratmeter und bei 72 Quadratmetern 660,24 Euro monatlich.
Die Spanne bildet nicht vollständig erfasste Qualitätsunterschiede und die Streuung am Markt ab. Eine Miete innerhalb der Grenzen ist deshalb nicht automatisch rechtmäßig. Für Abweichungen vom Mittelwert und für eine Mieterhöhung bleiben die konkreten Wohnwertmerkmale sowie die gesetzlichen Voraussetzungen maßgeblich.
Die Informationen auf unserer Website dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine rechtliche Beratung, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Bitte beachten Sie auch, dass sich die Rechtslage durch neue Gesetze und Urteile jederzeit ändern kann.
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