Wismarer Mietspiegelrechner
Qualifizierter Mietspiegel 2026/2027 · gültig 01.01.2026–31.12.2027
1. Wohnung
Anwendbar auf nicht preisgebundene Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 20,00 bis 120,00 m². Ein- und Zweifamilienhäuser sowie die weiteren im Mietspiegel genannten Sonderwohnformen sind ausgeschlossen. Für Baufertigstellungen ab August 2023 ist die jüngste Baujahresklasse nur eine Orientierungshilfe.
2. Wohnungsausstattung
Nur Merkmale berücksichtigen, die vom Vermietenden gestellt wurden.
3. Modernisierung
Nur Maßnahmen ab 2006 bei Gebäuden mit Baujahr vor 2006 berücksichtigen. Jede tatsächlich durchgeführte Maßnahme kann einmal gewählt werden.
4. Wohnlage
Die Abgrenzung ist der Wohnlagenkarte auf Seite 18 der amtlichen Broschüre zu entnehmen. Ein Straßen- oder Anschriftenverzeichnis veröffentlicht die Stadt nicht.
Ergebnis: ortsübliche Vergleichsmiete (Nettokaltmiete)
Hinweise: Der Rechner ermittelt die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten nach dem Berechnungsschema des Mietspiegels der Stadt Wismar. Die Zweidrittel-Spanne reicht von −13 % bis +12 % um den Mittelwert.
Die Spanne bildet die übliche Streuung ab; eine konkrete Abweichung vom Mittelwert ist anhand besonderer, noch nicht berechneter Wohnwertmerkmale zu begründen. Für Baufertigstellungen ab August 2023 dient die jüngste Baujahresklasse ausdrücklich nur als Orientierungshilfe.
Alle Angaben ohne Gewähr; Quellen: Qualifizierter Mietspiegel Wismar 2026/2027, Methodenbericht. Amtliche Übersichtsseite der Hansestadt Wismar.
Mietspiegel Wismar 2026/2027: Wie werden die Prozente berechnet?
Der Mietspiegel Wismar 2026/2027 beginnt mit einer Basis-Nettomiete für die Wohnfläche. Prozentwerte für Baujahr, Ausstattung, Modernisierung und Wohnlage verändern diesen Ausgangswert. Der Rechner oben addiert alle zutreffenden Prozente und setzt die veröffentlichte Mietspanne erst nach der Mittelwertberechnung an.
Ist der Wismarer Mietspiegel qualifiziert?
Ja, die Hansestadt führt die Fortschreibung als qualifizierten Mietspiegel nach § 558d BGB. Sie gilt vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027 und wurde am 10. Oktober 2025 vom Arbeitskreis Mietspiegel anerkannt. Ausgewiesen wird die Nettokaltmiete ohne Betriebskosten sowie ohne Stellplatz-, Garagen- oder Möblierungsentgelt.
Erfasst sind nicht preisgebundene Wohnungen zwischen 20 und 120 Quadratmetern in Mehrfamilienhäusern. Preisgebundener oder überwiegend gewerblich genutzter Wohnraum, Wohnheime, Untermietverhältnisse, möblierte Wohnungen, Dienstwohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gehören unter anderem nicht zum Anwendungsbereich.
Wie findet man den Ausgangswert?
Die Tabelle enthält 50 Wohnflächenklassen, meist in Schritten von zwei Quadratmetern. Jede Klasse hat eine eigene Basismiete. Für 80 bis 81 Quadratmeter sind es beispielsweise 6,05 Euro je Quadratmeter. Dezimalflächen werden in die fortlaufenden offenen Klassen eingeordnet.
Sechs Baujahresgruppen verändern den Basiswert. Die Zuschläge reichen von null Prozent für 1949 bis 1993 bis zu 41 Prozent ab 2016. Bei Gebäuden ab August 2023 darf die jüngste Gruppe laut Broschüre nur als Orientierung dienen, weil sie statistisch lediglich bis Juli 2023 ermittelt wurde.
Welche Ausstattung und Modernisierung zählen?
Eine vom Vermietenden gestellte Einbauküche bringt 9 Prozent, hochwertiger Fußboden 4 Prozent, Rollstuhlgerechtigkeit 10 Prozent und ein Aufzug 3 Prozent. Ein fehlender Balkon führt zu 2 Prozent Abschlag. Garten oder Gemeinschaftsgarten erhöhen den Wert um 2 Prozent.
Sieben Modernisierungsmaßnahmen ergeben jeweils 1 Prozent. Dazu gehören etwa Dämmung, Fensteraustausch, Wasserinstallationen, Wärmeerzeuger, Sanitärbereich und Elektroinstallation. Sie zählen nur bei Gebäuden vor 2006 und nur dann, wenn die Maßnahme ab 2006 erfolgte. Die Wohnlage wird manuell anhand der Karte gewählt: Altstadt bringt 7 Prozent, Wismar-Süd 4 Prozent und das übrige Stadtgebiet keinen Zuschlag.
Wie entsteht die Wismarer Mietspanne?
Der Prozentsaldo wird auf die Basismiete angewendet und die Korrektur auf Cent gerundet. Im amtlichen Beispiel führen 80 Quadratmeter, Baujahr 1912, hochwertiger Boden, fehlender Balkon, vier Modernisierungen und Altstadtlage zu einem Saldo von 22 Prozent. Aus 6,05 Euro werden 7,38 Euro je Quadratmeter beziehungsweise 590,40 Euro monatlich.
Die Spanne liegt 13 Prozent unter und 12 Prozent über dem Mittelwert; im Beispiel reicht sie von 6,42 bis 8,27 Euro je Quadratmeter. Sie unterstützt die Einzelfalleinordnung, macht eine Miete innerhalb der Grenzen aber nicht automatisch zulässig und eine Überschreitung nicht automatisch unzulässig.
Quelle: Qualifizierter Mietspiegel der Hansestadt Wismar 2026/2027.
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