Marburger Mietspiegelrechner
Qualifizierter Mietspiegel 2026 · gültig ab 16. September 2026
1. Wohnung
Anwendbar auf freie Mietwohnungen und vermietete Häuser mit 20 bis 150 m². Nicht unmittelbar anwendbar unter anderem auf Sozialwohnungen, Wohnheime, vorübergehend vermieteten Wohnraum, einzelne Zimmer und betreutes Wohnen.
2. Wohnlage und Wohnungstyp
Straße und Hausnummer können die Wohnlage automatisch setzen; alternativ bleibt die manuelle Auswahl möglich.
Die automatische Zuordnung verwendet das amtliche Adressverzeichnis ab PDF-Seite 21. Bei veröffentlichten Bereichen kann eine konkrete Hausnummer eingegeben oder der amtliche Bereich gewählt werden. Der Haltestellenabstand bleibt separat im städtischen Geoportal zu prüfen.
3. Sanitärausstattung
Bewertet wird ausschließlich das am besten ausgestattete Badezimmer. Es zählen nur von Vermietenden gestellte Merkmale. Die Punktsumme führt insgesamt nur einmal zu −0,32 €, ±0,00 € oder +0,32 €/m².
Dusche
Heizung und Spritzwasserschutz
4. Weitere Ausstattung und Modernisierung
Ergebnis: ortsübliche Vergleichsmiete (Nettokaltmiete)
Hinweise: Der Rechner ermittelt die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten nach dem Berechnungsschema des Mietspiegels der Stadt Marburg.
Die 2/3-Spanne von −13 % bis +13 % darf nach dem Mietspiegel nur herangezogen werden, wenn nicht abgebildete Merkmale vorliegen oder Merkmale in Art, Umfang oder Qualität wesentlich stärker vom ortsüblichen Standard abweichen. Das Ergebnis ersetzt keine Einzelfallprüfung.
Alle Angaben ohne Gewähr; Quellen: Qualifizierter Mietspiegel 2026 für die Universitätsstadt Marburg und Dokumentation zum Qualifizierten Mietspiegel Marburg 2024.
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Mietspiegel Marburg 2026: Wie wird die Wohnung eingeordnet?
Der Mietspiegel Marburg 2026 verbindet eine wohnflächenabhängige Basismiete mit festen Zu- und Abschlägen. Baujahr, Wohnlage, Entfernung zur Bushaltestelle und Ausstattung fließen einzeln ein. Der Rechner oben setzt diese Beträge zusammen und zeigt neben dem Mittelwert auch die veröffentlichte Spanne.
Ist der Marburger Mietspiegel qualifiziert?
Ja, die Ausgabe 2026 ist als qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB anerkannt. Die Universitätsstadt Marburg hat die Werte der Ausgabe 2024 anhand des Verbraucherpreisindex fortgeschrieben. Der zugrunde liegende Erhebungsstichtag bleibt der 1. Januar 2024. Die angepassten Werte gelten seit dem 16. September 2026; eine neue Mietdatenerhebung liegt dieser Fortschreibung nicht zugrunde.
Erfasst werden freie, nicht preisgebundene Mietwohnungen und vermietete Häuser im Marburger Stadtgebiet mit 20 bis 150 Quadratmetern. Die jüngste Baujahresklasse endet weiterhin 2023. Preisgebundener Wohnraum, Studierenden- und Jugendwohnheime sowie nur vorübergehend vermieteter Wohnraum sind ausgeschlossen. Auf einzelne Zimmer, Wohnungen ohne eigenen Eingang und betreutes Wohnen ist der Mietspiegel nicht unmittelbar anwendbar. Vergleichen Sie Ihre Nettokaltmiete: Betriebskosten sowie Möblierungs- und Untermietzuschläge gehören nicht zu den Vergleichswerten.
Wie wird die Basismiete berechnet?
Die Basismiete ergibt sich aus der Wohnfläche: Für jeden ganzen Quadratmeter zwischen 20 und 150 nennt Tabelle 1 einen Ausgangswert. Eine Dezimalfläche wird für die Tabellenauswahl auf volle Quadratmeter gerundet, für die Monatsmiete aber unverändert verwendet. Die Basismiete sinkt von 11,94 Euro bei 20 Quadratmetern auf 8,45 Euro bei 150 Quadratmetern, jeweils monatlich je Quadratmeter.
Hinzu kommen feste Eurobeträge je Quadratmeter. Die sechs Baujahresklassen sehen beispielsweise +0,40 Euro für Altbauten bis 1918 und +2,43 Euro für 2020 bis 2023 vor. Vier Wohnlagen wirken zwischen +0,55 und −1,72 Euro. Einliegerwohnung, Einbauküche, Fußboden, Wärmeschutzfenster und modernisierte Elektroinstallation haben weitere, genau definierte Werte. Ein neues Bad allein verändert die Baujahresklasse nicht.
Für die Sanitärausstattung zählt das am besten ausgestattete Badezimmer. Die Summe seiner Plus- und Minuspunkte ergibt einmalig +0,32 Euro, keinen Betrag oder −0,32 Euro. Mehrere Pluspunkte vervielfachen den Zuschlag also nicht. Selbst finanzierte Ausstattungen zählen nicht, wenn Vermietende die Kosten nicht erstattet haben.
Welche Angaben liefert die Adresse?
Das Straßenverzeichnis ordnet ganze Straßen oder einzelne Hausnummernbereiche einer Wohnlage zu. Gerade und ungerade Straßenseiten können unterschiedlich bewertet sein. Bei einem veröffentlichten Treffer setzt der Rechner die Kategorie; eine unbekannte oder nicht eindeutige Adresse bleibt zur manuellen Prüfung offen.
Separat ist zu prüfen, ob die nächste Bushaltestelle mehr als 300 Meter Fußweg entfernt liegt. Dann beträgt der Abschlag 0,49 Euro je Quadratmeter. Diese Entfernung wird nicht aus der Wohnlage abgeleitet. Prüfen Sie den Fußweg im städtischen Geoportal; der Rechner verlangt hierzu eine gesonderte Auswahl.
Wie ist die Zwei-Drittel-Spanne zu verstehen?
Die Spanne liegt weiterhin bei ±13 Prozent um den errechneten Mittelwert. Das amtliche Beispiel mit 65 Quadratmetern, Baujahr 1997, Wohnlage 3, Einbauküche, hochwertigem Fußboden und neutraler Sanitärausstattung ergibt 9,80 Euro je Quadratmeter beziehungsweise 637,00 Euro monatlich. Die Monatsgrenzen liegen bei 554,19 und 719,81 Euro.
Wer vom Mittelwert abweicht, braucht ein nicht erfasstes Merkmal oder eine wesentlich andere Ausprägung als beim üblichen Standard. Die Spanne darf nicht pauschal ausgeschöpft werden. Sie ersetzt auch keine Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen einer konkreten Miete oder Mieterhöhung.
Die Informationen auf unserer Website dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine rechtliche Beratung, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Bitte beachten Sie auch, dass sich die Rechtslage durch neue Gesetze und Urteile jederzeit ändern kann.
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